Ein Grund zum Feiern: Hausio wird zu upmin

Wir haben wichtige Neuigkeiten zu verkünden! Hausio verlässt das Gründungsunternehmen Zenhomes und geht als Upmin GmbH eigene Wege. Damit können wir uns noch besser auf das konzentrieren, was wir am besten können: unseren Service als digitale Hausverwaltung.

 

hausio wird upmin

  • Hausio ist als Teil der Zenhomes GmbH in den letzten 12 Monaten kontinuierlich gewachsen. Während Zenhomes mit Vermietet.de vor allem auf Softwareentwicklung fokussiert ist, handelt es sich bei Hausio um ein Serviceprodukt. Um hier den jeweiligen Fokus auf die eigenen Produkte legen zu können ist es nun an der Zeit die Firma aufzuspalten. So kann sich Zenhomes verstärkt auf die Programmierung von Vermietet.de konzentrieren und upmin noch bessere Lösungen in der Hausverwaltung anbieten. 
  • Trotz der Ausgründung bleibt mit Zenhomes eine enge Partnerschaft bestehen. So optimiert Zenhomes seine Plattform Vermietet.de in enger Zusammenarbeit mit uns weiter. Sie profitieren als Kunde dadurch von einem immer besseren digitalen Produkt und einzigartigem Service der Verwalter. 
  • Die Marke Hausio wird zu upmin.* Ein neuer Name ist für uns ein wichtiges Signal als Zeichen des Aufbruchs. upmin spiegelt unsere Werte wider: Proaktivität, Transparenz und digitale Effizienz. Diese Werte werden wir wie gewohnt verfolgen, damit Sie sich als Kunde noch entspannter zurücklehnen können.
  • Wir gehen zwar in Zukunft eigene Wege, sind jedoch nicht allein. Eine erfolgreiche Finanzierungsrunde mit starken Partnern im Zuge der Ausgründung bietet uns die Möglichkeit, unsere Services weiter zu verbessern und unsere digitalen Lösungen in hohem Tempo zu erweitern. Ein klarer Vorteil gegenüber anderen Hausverwaltungen in Deutschland.

*Die Umstellung zur Marke upmin wird ab sofort schrittweise erfolgen. Es ändert sich nichts an unseren Leistungen – einzig der Markenname, die optische Darstellung, die Website und die E-Mail-Adressen werden sukzessive umgestellt.

Nebenkostenabrechnung erstellen – Das machen wir für Sie

Ob Gartenpflege, Hausmeister oder Gebäudereinigung Sie als Vermieter können diese Ausgaben auf den Mieter umlegen. Allerdings nur, wenn das beide Parteien vorher auch im Mietvertrag so festgelegt haben. Damit hier nichts schief gehen kann, sorgen wir für die entsprechende Formulierung im Vertrag. Die Nebenkostenabrechnung erstellen wir gemäß den Richtlinien sicher und fristgerecht, damit Sie nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

Warum ist es wichtig, eine Nebenkostenabrechnung zu erstellen?

nebenkostenabrechnung erstellen rechnungenDie Kosten, die Ihnen als Vermieter durch den Besitz, die Instandhaltung und die Verwaltung Ihres Wohneigentums entstehen, werden Nebenkosten genannt. Laut §556 BGB sind wir berechtigt durch die jährliche Nebenkostenabrechnung, einen Teil dieser Ausgaben für Sie auf die Mieter umzulegen. Insbesondere dann, wenn es um Kosten geht, die durch direkte Nutzung des Mietobjekts entstehen.

Das sind zum Beispiel eine Gegensprechanlage, ein Lift sowie Sauberkeit und Licht im Treppenhaus. So sorgen wir dafür, dass die Vermietung für Sie rentabel bleibt.

Was ist eine Nebenkostenabrechnung?

Vermieter haben die Pflicht eine Nebenkostenabrechnung erstellen zu lassen. Als Ihr Sondereigentums- oder Mietverwalter gehört das zu unseren Standardleistungen. Laut Betriebskostenverordnung (§§ 1-2 BetrKV) können wir folgende Ausgaben auf die Vermieter umlegen:

  • Grundsteuer
  • Abwasser
  • Heizung und Warmwasser
  • Aufzug
  • Straßenreinigung/Müllbeseitigung
  • Gebäudereinigung
  • Gartenpflege
  • Allgemeinbeleuchtung
  • Sach- und Haftpflichtversicherung
  • Hausmeisterdienste
  • Fernsehen/Antenne/Kabelanschluss
  • Wäschepflege
  • Schornsteinreinigung

Es gibt auch den Unterpunkt „sonstige Betriebskosten“. Hierüber können etwa jährliche notwendige Wartungsarbeiten zusammengefasst werden.

Neben der Liste der Gesamtkosten muss die Abrechnung auch die Punkte Abrechnungszeitraum, Anteil des Mieters an den Gesamtkosten, Verteilerschlüssel und den Abzug der bereits vom Mieter geleisteten Vorauszahlung enthalten. 

Wieso muss eine Nebenkostenabrechnung erstellt werden?

nebenkostenabrechnung erstellen heizungVermieter müssen eine Nebenkostenabrechnung für Mieter erstellen, das ist eine gesetzliche Pflicht. Ihre Mieter leisten eine monatliche Vorauszahlung für die Nebenkosten und wollen dann in der jährlichen Abrechnung sehen, ob diese Vorauszahlung angemessen war oder nicht. Außerdem kann der Vermieter darüber eine Nachzahlung fordern oder aber auch zu viel Bezahltes zurückgeben.

Wenn Sie uns mit der Hausverwaltung Ihrer Immobilie beauftragt haben, kümmern wir uns neben der Nebenkostenabrechnung natürlich auch um Nach- und Rückzahlungen. Mit unserem Buchhaltungspaket können Sie uns auch nur die Erstellung der Nebenkostenabrechnung überlassen und die Verwaltung dennoch selbst übernehmen. Schauen Sie sich gern unsere Leistungen an oder verabreden Sie noch heute einen Termin zur persönlichen Beratung.

Wie erstellen wir die Nebenkostenabrechnung?

Bevor wir die Nebenkostenabrechnung erstellen, achten wir darauf, dass alle Posten im Mietvertrag festgelegt wurden. Übergeben Sie uns eine vermietete Wohnung, prüfen wir zunächst, ob der Mietvertrag dahingehend optimiert ist. Wenn nicht, fertigen wir eine neue Version an und wickeln diese mit den Mietern ab.

Sämtliche Ein- und Ausgaben überwachen wir für Sie. Dafür legen wir ein Mietkonto an, mit dem auch die laufenden Kosten beglichen werden. Alles wird ordentlich dokumentiert und in Ihrem Verwaltungskonto abgelegt. Einmal im Jahr erhalten wir die Jahresabrechnung Ihres WEG-Verwalters, die wir natürlich auch auf Vollständigkeit und Richtigkeit kontrollieren. Diese Jahresabrechnung sowie Rechnungen und Belege über Ihre Ausgaben sind die Grundlage, um eine korrekte Nebenkostenabrechnung zu erstellen.

Wir wissen, wie das Dokument rechtskonform und zugleich verständlich für den Mieter ist, sodass Unstimmigkeiten gar nicht erst aufkommen. Dafür sorgt unsere selbst entwickelte Software, die zudem anwaltlich geprüft ist. Rechtliche Probleme mit der Abrechnung sind damit ausgeschlossen. Sollte es dennoch zu Einsprüchen des Mieters kommen, nehmen wir Ihnen auch diese Aufgabe ab.

Wann muss eine Nebenkostenabrechnung erstellt werden?

Damit Sie nicht auf den Nebenkosten sitzen bleiben, halten wir die Fristen pflichtbewusst ein. Das heißt Ihr Mieter erhält die Abrechnung spätestens mit Ablauf des zwölften Monats nach Ende der Abrechnungsperiode. Nach Erhalt hat der Mieter zwölf Monate Zeit, um die Nebenkostenabrechnung zu überprüfen, die Zahlung eventueller Forderungen ist aber spätestens 30 Tage nach Erhalt der Abrechnung fällig.

Die Abrechnungsperiode kann das Kalenderjahr sein oder mit der Wohnungsübergabe mit Schlüsselübergabe beginnen.

Wo ist die Erstellung der Nebenkostenabrechnung geregelt?

Alle umlagefähigen Nebenkosten, die regelmäßig anfallen, heißen Betriebskosten. Auch wenn wir allgemein von Nebenkosten sprechen, sind alle Details zu diesem Thema in der Betriebskostenverordnung festgelegt. Deswegen sollte die Abrechnung korrekterweise Betriebskostenabrechnung heißen. 

Wir achten bei den Ausgaben also darauf, wirklich nur Kosten umzulegen, die regelmäßig anfallen. Das können auch jährliche Wartungsarbeiten sein. Reparaturen gehören nicht dazu. Durch den Mieter selbstverschuldetet Reparaturen müssen vom Mieter selbst gezahlt werden.

Was tun wenn der Mieter die Nebenkosten nicht zahlt?

Ihr Mieter zahlt die Nebenkosten nicht? Vor allem wenn die Nachzahlung hoch ausfällt, kann es Probleme geben. Keine Sorge, auch um Themen wie Rückzahlung und Nachzahlung kümmern wir uns. Denn ist die Abrechnung korrekt – und das ist mit unserer Hausio Software für die Nebenkostenabrechnung garantiert – und der Mieter weigert sich trotzdem, haben wir folgende Möglichkeiten:

  1. Leistet Ihr Mieter die Betriebskosten-Vorauszahlungen nicht, können wir eine fristlose Kündigung aussprechen.
  2. Im Falle der Nachzahlung können wir ordentlich wegen Pflichtverletzung kündigen, wenn:
  • die Betriebskostennachforderung eine Monatsmiete übersteigt,
  • der Zahlungsrückstand schon länger als 1 Monat besteht und wir schon mindestens einmal gemahnt haben.

Der Mieter kann die Kündigung nur verhindern, wenn sie einen Härtefall für ihn bedeuten würde. Aber auch da finden wir eine Lösung!

Viele Vermieter sind unsicher, wenn es darum geht eine Nebenkostenabrechnung zu erstellen. Überlassen Sie uns diese Aufgabe und seien Sie sicher, dass die nicht umlagefähigen Kosten so gering wie möglich gehalten werden. Lehnen Sie sich entspannt zurück, wir verwalten Ihre Immobilie.

Schornstein: Gemeinschaftseigentum oder Sondereigentum?

Während er früher zu jedem Haus dazugehörte, fehlt er bei immer mehr Neubauten: der Schornstein. Ob Schornsteine zum Gemeinschaftseigentum oder Sondereigentum zählen und wer die Kosten bei einer Reparatur trägt, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Sind Schornsteine Sonder- oder Gemeinschaftseigentum? 

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Schornsteine bzw. Kaminschächte haben gleich zwei Funktionen: Sie belüften das Gebäude und leiten Rauchgase von Kaminöfen nach außen. Daher gelten Schornsteine als Anlage des gemeinschaftlichen Gebrauchs und der Sicherheit. Nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) gehören Schornsteine also zum Gemeinschaftseigentum, sofern die Teilungserklärung nichts anderes vorsieht. Ein Kaminofen innerhalb einer Wohnung zählt dagegen zum Sondereigentum. 

Der Fall: Ein Kunde von Hausio bemerkte eine feuchte Stelle an der Zimmerdecke. Der Grund stellte sich schnell heraus: der Schornstein war marode und musste grundsaniert werden. Der WEG-Verwalter verlangte von unserem Kunden eine komplette Kostenerstattung, da dieser als einziger einen Kaminofen besaß.

Mit einem Blick in die Teilungserklärung konnten wir klären, dass der Schornstein nicht explizit dem Sondereigentum zugeordnet war und unser Kunde auch kein Sondernutzungsrecht an diesem besaß. Somit handelte es sich bei diesem Schornstein um Gemeinschaftseigentum.

Die Wohnungseigentümergemeinschaft muss somit für die Kosten aufkommen. Die WEG-Verwaltung ließ sich überzeugen und zahlte die Sanierungskosten von der gemeinsamen Instandhaltungsrücklage. 

Gemeinschaftseigentum – wie ist es definiert? 

In einer Wohnanlage mit verschiedenen Wohneinheiten und mehreren Eigentümern wird zwischen Gemeinschaftseigentum und Sondereigentum unterschieden: 

  • Sondereigentum: Dieses umfasst einzelne Wohneinheiten oder auch abgetrennte Bereiche der Wohnanlage sowie deren Ausstattung. Es verschafft dem Besitzer weitreichende Eigentumsrechte. 
  • Gemeinschaftseigentum: Dieses ist im Besitz der Eigentümergemeinschaft. Nach §1 Abs. 5 WEG gehören zum Gemeinschaftseigentum das Grundstück, sowie Anlagen und Einrichtungen des Gebäudes, die nicht Sondereigentum oder Eigentum eines Dritten sind. Zwingend gehören zum Gemeinschaftseigentum nach § 5 Abs. 2 WEG alle Anlagen und Teile des Gebäudes, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch dienen und die für dessen Bestand oder Sicherheit erforderlich sind – also etwa Außenwände, Dach, Wohnungsabsperrventile der Hauptrohre oder der Keller (abgesehen von einzelnen Kellerräumen). Somit sind auch Schornsteine Gemeinschaftseigentum

Wer zahlt die Kosten für Sanierungsmaßnahmen am Schornstein? 

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Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum trägt immer die Eigentümergemeinschaft. Das heißt: Alle Eigentümer zahlen einen Teil der Kosten für Reparaturen oder Sanierungen, je nach Höhe der einzelnen  Gemeinschaftseigentumsanteile.

Für die Umsetzung einer Instandhaltungsmaßnahme benötigt der WEG-Verwalter die Zustimmung der Eigentümer durch einen Mehrheitsbeschluss (§ 25 WEG). Für eine bauliche Veränderung am Schornstein braucht es dagegen, sofern nicht im Sondernutzungsrecht anders geregelt, die Zustimmung aller Eigentümer. Nur in Notfällen kann der WEG-Verwalter darüber hinweg sehen. Wohnungseigentümer, die einer baulichen Veränderung nicht zustimmen, sind von den Kosten befreit. 

Zwar gehören Schornsteine zum Gemeinschaftseigentum, in der Praxis besitzen jedoch oft nicht alle Wohnungen in einem Haus einen Kaminofen – wie in unserem oben erläuterten Fall. Also nutzen auch nicht alle Eigentümer den Schornstein. Trotzdem teilen sich die Mitglieder der WEG für einen Kamin im Gemeinschaftseigentum grundsätzlich die Kosten. Es gibt kein Gesetz, nach dem Teile der Anlage automatisch zum Sondereigentum werden, wenn nur ein Eigentümer dieses nutzt.

Sie besitzen eine Eigentumswohnung oder ein Mietshaus und sind noch auf der Suche nach einem zuverlässigen Verwalter? Dann sind Sie bei uns an der richtigen Adresse. Vereinbaren Sie einfach einen kostenlosen und unverbindlichen Telefon-Termin und lassen Sie sich von uns und unseren Leistungen überzeugen. Wir freuen uns auf Sie!

Sind Balkone Sondereigentum oder Gemeinschaftseigentum?

Gehört Ihr Balkon zu Ihrem Sondereigentum? Die Frage ist nicht mit einem Satz zu beantworten. Balkone sind ein Spezialfall: Sie gehören teilweise zum Sondereigentum und teilweise zum Gemeinschaftseigentum. Was Sie über Ihren Balkon wissen sollten und welche Rechte Sie als Wohnungsbesitzer haben, erklären wir Ihnen hier. 

Balkonen sind Sondereigentum – allerdings nur teilweise

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Balkone bilden mit Ihrer Wohnung eine Einheit. In den allermeisten Fällen werden diese nur von Ihrem Mieter oder Ihnen als Eigentümer genutzt. Demnach gehören Balkone zum Sondereigentum?

Es ist etwas komplizierter. Da es sich bei vielen Teilen des Balkons um konstruktive Elemente der Immobilie handelt, gehören diese zum Gemeinschaftseigentum, beispielsweise das Balkongeländer. Zum Sondereigentum gehören unter Anderem der Innenanstrich der Balkontür und der Bodenbelag. So können Sie beispielsweise ohne Einverständnis der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) des Hauses auf Ihrem Balkon Kunstrasen verlegen, aber nicht den gesamten Balkon pink streichen. 

Wie ist das Sondereigentum definiert? 

Als Sondereigentum gelten laut Wohnungseigentumsgesetz (Abkürzung ebenfalls WEG!) abgeschlossene Wohneinheiten in einer Wohnanlage mitsamt der dazugehörigen Ausstattung. Auch Kellerräume können zum Sondereigentum gehören.

Alle übrigen Teile der Wohnanlage sind Gemeinschaftseigentum. Die Eigentumsrechte sind umfassend, sie dürfen im Prinzip in Ihren eigenen vier Wänden tun und lassen was Sie wollen, sofern Sie die Rechte der übrigen Miteigentümer nicht verletzen. Auch die Außenfenster Ihrer Wohnung sind, ähnlich wie Ihr Balkon, Sondereigentum – zumindest teilweise. Während der Innenanstrich der Fenster Sondereigentum ist, ist etwa das Fensterglas Gemeinschaftseigentum. 

Hausio ist eine Hausverwaltung für Sondereigentum und Mietshäuser. Wir kümmern uns um alle Angelegenheiten, die Ihre Wohnung betreffen – digital, persönlich und preiswert. Sie sind sich unsicher, welche Teile Ihres Balkons zu Ihrem Sondereigentum gehören und was Sie ohne Zustimmung der übrigen Eigentümer verändern dürfen? Wir helfen Ihnen, Ihre Vorstellungen umzusetzen. 

Welche Teile des Balkons zum Sondereigentum und welche zum Gemeinschaftseigentum gehören

Viele Teile des Balkons gehören zwingend zum Gemeinschaftseigentum und können auch nicht durch die Teilungserklärung zum Sondereigentum erklärt werden. Das sind insbesondere die Teile, die für die Statik des Gebäudes wichtig sind und eine tragende Funktion haben. Gerade bei übereinanderliegenden Balkonen ist zum Beipsiel der Boden des einen Balkons, das Dach des anderen. Da ist eine Zuordnung zum Sondereigentum eines Eigentümers nicht möglich. Andere Teile des Balkons können zum Sondereigentum gehören.

Zwingend zum Gemeinschaftseigentum gehören:

  • Balkonstützen
  • Balkontür
  • Bodenplatte samt Isolierungsschicht 
  • Balkongitter 
  • Balkongeländer 
  • Balkonbrüstung 
  • Balkondecken
  • Balkontrennmauer
  • Balkontür (nur Außenseite)

Folgende Teile des Balkons sind sondereigentumsfähig:

  • Balkonraum
  • Innenanstrich der Balkontür
  • Anstrich und Innenputz der Brüstung
  • Pflanzenkübel
  • begehbarer Bodenbelag 

Wer zahlt die Kosten für Reparaturen und Sanierungen am Balkon? 

Die Tatsache, dass die meisten Teile eines Balkons nicht zum Sondereigentum  sondern der WEG gehören, bringt Ihnen Vor- und Nachteile. Gut für Sie: Kosten für Sanierungs- oder Reparaturmaßnahmen an Ihrem Balkon zahlen Sie in der Regel nicht allein. Alle Eigentümer tragen einen Teil der Kosten, anteilig nach Miteigentumsanteilen am Gemeinschaftseigentum.

Meistens werden die Kosten über die Instandhaltungsrücklage der WEG beglichen, in welche alle Eigentümer monatlich einzahlen. Das löst jedoch oft Ärger und Unverständnis in der Eigentümergemeinschaft aus. Viele wollen nicht für etwas zahlen, das sie gar nicht nutzen. 

Es gibt jedoch Ausnahmen: Die Teilungserklärung kann festlegen, dass Eigentümer auch für die Teile des Balkons der Eigentumswohnung, die Gemeinschaftseigentum sind, selbst zahlen müssen. Für bauliche Veränderungen, denen Sie nicht zugestimmt haben, müssen Sie dagegen in der Regel nicht zahlen. 

Änderungen am Balkon, wie etwa ein neuer Anstrich der Balkonstützen oder eine Umwandlung in einen Wintergarten, dürfen Sie allerdings nicht ohne Einverständnis der übrigen Eigentümer vornehmen

Tipp: Planen Sie eine größere Veränderungen Ihres Balkons, können Sie vor der nächsten Eigentümerversammlung einen Antrag anbringen, über den dann vor Ort abgestimmt wird.

Wir helfen Ihnen gern dabei, Ihre Vorstellungen in Ihrer Eigentumswohnung umzusetzen. Wir kennen uns bestens mit den Rechten von Eigentümern und den Besonderheiten des Eigentumsrechts aus. Vereinbaren Sie noch heute einen kostenlosen Termin zur Erstberatung!

Eigentümergemeinschaft gründen: Das sollten Sie wissen

Sie möchten eine Wohnung in einem frisch sanierten oder neu gebauten Mehrfamilienhaus kaufen? Dann ist es gut möglich, dass die Wohneinheiten gerade erst aufgeteilt wurden und noch keine Eigentümergemeinschaft besteht. Erfahren Sie hier, wie Sie eine Eigentümergemeinschaft gründen und was dabei zu beachten ist.    

Eigentümergemeinschaft gründen: Die ersten Schritte

hausio eigentuemergemeinschaft gruenden

Die Definition für eine Eigentümergemeinschaft lautet im Juristendeutsch: „Das ist die Gesamtheit aller Wohnungseigentümer innerhalb einer Wohneigentumsanlage“. 

Durch die Aufteilung einer Immobilie gehen Miteigentümer hervor, die alle zusammen die Eigentümergemeinschaft gründen. Ein Beispiel: Ein Bauträger besitzt ein Mehrfamilienhaus mit sechs Mietwohnungen. Nach einer Sanierung des Gebäudes werden die sechs Wohnungen in verschiedene Miteigentumsanteile aufgeteilt und als Eigentumswohnung separat verkauft. Die sechs neuen Eigentümer bilden jetzt die Eigentümergemeinschaft. Jedes Mitglied der Eigentümergemeinschaft ist jetzt auch Miteigentümer am gemeinschaftlichen Eigentum.

Eigentümergemeinschaft gründen: Rechtliche Voraussetzungen

Ab wann ist das Gründen einer Eigentümergemeinschaft rechtlich möglich? Eigentlich ab dem Zeitpunkt, an dem die Wohnungen an die neuen Eigentümer übergeben wurden. Das ist in der Regel der Fall, wenn ein garantierter Überlassungsanspruch vorliegt (Übereignungsvertrag). 

Laut § 8 des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) beginnt die Eigentümergemeinschaft, nach dem Eintrag der neuen Besitzer im Grundbuch.  Erst dann ist der Wohnungskäufer auch rechtmäßiger Eigentümer der Immobilie. Bis der Eintrag ins Grundbuch erfolgt, können mehrere Wochen vergehen. So lange müssen sich die Besitzer damit gedulden, eine funktionsfähige Eigentümergemeinschaft zu gründen

Eine Auflösung der Eigentümergemeinschaft ist schwierig umzusetzen. Das ist nur möglich, wenn sich alle Eigentümer einig sind und eine Aufhebung vereinbaren.  Oder wenn eine Auflösung per Gericht beschlossen wird, aufgrund von unzumutbaren Verhältnissen innerhalb der WEG. 

WEG: Diese Abkürzung steht sowohl für die „Wohnungseigentümergemeinschaft“ als auch für das „Wohnungseigentumsgesetz“.

Was kostet es, eine Eigentümergemeinschaft zu gründen? 

Eine Eigentümergemeinschaft zu gründen, kostet indirekt Geld. So müssen Sie einmalig die Gebühren für den Eintrag ins Grundbuch tragen. Die Gebührenhöhe liegt bei etwa 0,2 bis 0,3 Prozent des Kaufpreises (Verkehrswert). Zudem müssen Sie als Mitglied der Eigentümergemeinschaft regelmäßige Kosten übernehmen, dazu zählt das monatliche Hausgeld, mit dem unter anderem Betriebskosten wie Heizung oder Facility Management bezahlt werden.

Unser Tipp: Sie können nicht persönlich an der Eigentümerversammlung teilnehmen? Dann übernehmen wir das gerne für Sie. Als Sondereigentumsverwaltung können wir Sie und Ihre Interessen auf der Versammlung vertreten.

Eigentümergemeinschaft gründen: Mögliche Stolpersteine

Bei neu aufgeteilten Eigentumswohnungen ist manchmal Vorsicht angebracht: Eigentlich bestimmt die Wohnungseigentümergemeinschaft den Hausverwalter. Doch bei neu gebauten oder sanierten Eigentumswohnungen kann es vorkommen, dass der Bauträger sich selbst zum Hausverwalter bestimmt. Kommt es dann zu Problemen, beispielsweise mit der Bausubstanz, sind die Möglichkeiten der Eigentümergemeinschaft begrenzt, da ihre Handlungsfähigkeit beschränkt ist. 

Sollten noch finanzielle Verpflichtungen ausstehen (z.B. fehlende Ratenzahlung eines Wohnungsbesitzers), verzögert sich dadurch der Grundbucheintrag. Auch das macht es schwer, eine formelle Eigentümergemeinschaft zu gründen.  

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Rechte und Pflichten einer Eigentümergemeinschaft 

Wer eine Eigentümergemeinschaft gründet, muss sich an Rechte und Pflichten halten, die für alle gelten. Dazu zählt die Teilnahme an der Eigentümerversammlung. Sie findet mindestens einmal im Jahr statt, einberufen vom Hausverwalter. Die Mitglieder der WEG stimmen dabei über wichtige Entscheidungen ab. Dazu zählen Beschlüsse zu Jahresabrechnung, Sanierungen, Hausordnung oder Hausgeld

Mit dem Hausgeld leisten Sie als Wohnungseigentümer eine Vorauszahlung für alle Kosten, die im Laufe des Jahres rund um das gemeinschaftliche Eigentum Ihrer Immobilie anfallen. Das beinhaltet unter anderem Betriebskosten, Heizkosten, Instandhaltungskosten und Instandhaltungsrücklage. Auch die Kosten für die Verwaltung sind Bestandteil des Hausgeldes, dazu zählen beispielsweise die WEG-Hausverwaltung oder das technische Facility Management

Stimmrecht: 

  • Falls nicht anders geregelt, gilt bei Eigentümerversammlungen das sogenannte Kopfprinzip (§ 25 Absatz 2 WEG). Jeder Eigentümer hat eine Stimme, unabhängig davon, wie viele Wohnungen er besitzt. 
  • Seltener ist das Objektstimmrecht, das pro Wohneinheit gilt. 
  • Das dritte Stimmrechtsprinzip ist das Wertprinzip, hierbei richtet sich die Stimmenzahl nach der Größe der Miteigentumsanteile (MEA). 

Wenn Sie eine Eigentümergemeinschaften gründen, sollten Sie sich auf eine Form des Stimmrechts einigen. In Ausnahmesituationen sind auch Kombinationen möglich. 

Gut zu wissen: Die Eigentümerversammlung ist nur beschlussfähig, wenn genügend Eigentümer anwesend sind. Es muss mindestens die Hälfte der Miteigentumsanteile vertreten sein.

Eine Eigentümergemeinschaft ist zwar mit Pflichten verbunden – aber es sind geteilte Pflichten. Sie müssen nicht die Verantwortung rund um das Gemeinschaftseigentum alleine übernehmen. Für Ihr Sondereigentum hingegen liegt die Verantwortung nur bei Ihnen. Benötigen Sie Unterstützung bei der Verwaltung Ihres Sondereigentums, stehen wir Ihnen gerne zur Seite, ebenso zu Fragen rund um die Gründung einer Eigentümergemeinschaft.