Wer zahlt das Hausgeld der Eigentumswohnung bei Eigentümerwechsel?

Sie möchten Ihre Eigentumswohnung verkaufen und fragen sich, wer nach dem Verkauf für die Überschüsse oder Lasten bei der Jahresabrechnung verantwortlich ist? Was passiert mit dem Hausgeld der Eigentumswohnung beim Eigentümerwechsel? Hier erfahren Sie alles über dieses Thema.

Mit dem Hausgeld werden die laufenden Kosten für den Unterhalt des Gemeinschaftseigentums gedeckt. Eigentümer zahlen monatliche Vorauszahlungen, die auf Basis des Wirtschaftsplans berechnet werden, an den WEG-Verwalter. Am Ende des Wirtschaftsjahres erstellt dieser eine Jahresabrechnung. Dabei ist es beinahe unmöglich, auf null zu kommen. In den meisten Fällen kommt es zu Nachzahlungen oder zur Auszahlung eines Guthabens.

Und wenn es in der laufenden Periode zu einem Eigentümerwechsel kommt? Was geschieht mit dem Hausgeld der Eigentumswohnung beim Eigentümerwechsel?

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Was passiert mit dem Hausgeld für die Eigentumswohnung beim Eigentümerwechsel?

Bei einem Eigentümerwechsel übernimmt der neue Eigentümer die Verpflichtungen. Das gilt auch für das Hausgeld. Die Hausgeldzahlung beim Eigentümerwechsel geht auf den Erwerber über, sobald dieser im Grundbuch als neuer Eigentümer eingetragen ist. Ab diesem Zeitpunkt gehen das fällig werdende Hausgeld für die Eigentumswohnung sowie Sonderumlagen ausschließlich zu seinen Lasten.

Spannend wird es bei der Jahresabrechnung. Hier müssen Sie wissen: Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung sind immer objekt- und nicht personenbezogen. Das heißt, wenn Sie der neue Eigentümer sind und in der Jahresabrechnung ein Guthaben entsteht, wird dies Ihnen ausgezahlt. Gleiches gilt allerdings auch für Nachzahlungen. Der einzige Fall, bei dem der Verkäufer haften muss, ist für Schulden bei Hausgeldzahlungen, die während seiner Zeit als Besitzer entstanden sind. Ansonsten gilt: Das Hausgeld für die Eigentumswohnung zahlt beim Eigentümerwechsel der Käufer.

Was gehört zum Hausgeld bei Eigentumswohnungen?

Hausgeld für Eigentumswohnungen – Was ist das überhaupt? Die Hausgeldzahlungen sind für den Wohnungseigentümer gesetzlich im § 28 Abs. 2 und 3 des Wohnungseigentumsgesetzes vorgegeben. Dadurch wird die Bewirtschaftung des Gebäudes, die Pflege und die Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums sichergestellt. Mit dem Hausgeld wird unter anderem das Unternehmen für das Immobilienmanagement bezahlt und ist in der Regel nicht umlagefähig.

Das Hausgeld wird monatlich gezahlt und setzt sich aus folgenden Positionen zusammen:

  • Betriebskosten für Müllentsorgung
  • Wasser
  • Hausstrom
  • Versicherungen (außer Hausrat)
  • Hausmeister
  • Treppenhaus- und Gartenpflege
  • Heizkosten
  • Verwaltungskosten

Die Höhe des Hausgeldes beträgt in der Regel zwischen 2,50 Euro und 4,50 Euro pro Quadratmeter. Jeder Eigentümer zahlt also anteilig je nach Größe seiner Wohneinheit.

Verwaltet wird das Haus Hausgeld vom WEG-Verwalter verwaltet das Hausgeld, damit dieser die Kosten, die die Eigentümergemeinschaft zu leisten hat, bezahlen kann. 

Was ist eine Hausgeldabrechnung?

Die Hausgeldabrechnung erstellt der WEG-Verwalter meist zum Ende des Kalenderjahres. Hier finden Eigentümer alle tatsächlichen Ausgaben bezüglich Nebenkosten, Ausgaben für Verwaltung und Instandhaltung. Diese Kosten werden den Vorauszahlungen gegenübergestellt, so sehen die Eigentümer in der Hausgeldabrechnung, ob sie Nachzahlungen leisten müssen, oder ob Sie ein Guthaben ausgezahlt bekommen.

Wechselt eine Eigentumswohnung den Besitzer, so gibt es viele Fragen zu klären, bevor der Kaufvertrag unterschrieben ist. Ein Thema ist immer das Hausgeld. Hier gilt: Das Hausgeld für die Eigentumswohnung zahlt beim Eigentümerwechsel immer der Käufer. Eventuelles Guthaben oder Nachzahlungen gehen ebenso auf den Käufer über. Haben Sie Fragen dazu oder planen Sie den Verkauf oder Kauf einer Eigentumswohnung? Rufen Sie uns an, wir stehen Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

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