Die Eigentümergemeinschaft und ihr Verwalter: Aufgaben und Pflichten

Eigentümergemeinschaft und Verwalter sind eine Einheit, die für die Verwaltung des Gemeinschaftseigentums gut zusammenarbeiten müssen. Als Basis dient ein Verwaltervertrag, der alle Aufgaben und Details enthalten sollte.

Besitzen Sie eine Eigentumswohnung oder denken Sie darüber nach, darin zu investieren? Dann gibt es einige Themen, mit denen Sie vertraut sein sollten. Denn Sie erwerben nicht nur Sondereigentum, sondern werden auch Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft mit dazugehörigem Gemeinschaftseigentum. Es geht beim Immobilienbesitz dann nicht nur um die Verwaltung Ihrer Wohnung, sondern es muss auch die Verwaltung der Eigentümergemeinschaft organisiert werden. 

Warum braucht die Eigentümergemeinschaft einen Verwalter?

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Laut Wohnungseigentumsgesetz (WEG § 21 Abs. 5) muss es eine “ordnungsgemäße Verwaltung” geben, die dem Interesse der Gesamtheit der Wohnungseigentümer entsprechen muss. Allerdings steht es der Hausgemeinschaft frei, die Verwaltung selbst zu übernehmen oder einen externen Verwalter einzusetzen. Aber  wohl kaum einer der Eigentümer hat die Zeit oder das Sachwissen die Pflichten einer Hausverwaltung zu übernehmen. Deswegen wird in den meisten Fällen entschieden für die Eigentümergemeinschaft einen Verwalter einzusetzen.

Welche Aufgaben übernimmt der WEG-Verwalter?

Die Aufgaben einer Immobilienverwaltung entstammen zum Teil aus dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG), aber auch die Eigentümer selbst legen fest, mit welchen Themen sie den Eigentümergemeinschafts-Verwalter beauftragen möchten. Das Aufgabenfeld in einer Wohnungseigentümergemeinschaft umfasst sowohl kaufmännische, technische als auch rechtliche Themen. 

  • Der Verwalter hat zum Beispiel dafür zu sorgen, dass die Bewohner die Hausordnung der Eigentümergemeinschaft einhalten. Stehen Änderungen an, müssen diese allerdings erst in der Eigentümerversammlung beschlossen werden, deren Organisation auch zu den Aufgaben des WEG-Verwalters gehört.
  • Der Verwalter muss ein Auge auf alles haben und die erforderlichen Maßnahmen treffen, um das gemeinschaftliche Eigentum instand zu halten und zu setzen. Dazu gehört zum Beispiel das Pflegen der Gartenanlagen, aber auch das Reinigen von Kellern und Fluren.
  • Auch das Finanzielle gehört zu seinem Tätigkeitsfeld. Er verwaltet die gemeinschaftlichen Gelder wie Instandhaltungsrücklage, Lasten- und Kostenbeiträge, Tilgungsbeträge und Hypothekenzinsen und kann alle Zahlungen abwickeln, die mit der laufenden Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums zusammenhängen. Zudem erstellt er den Wirtschaftsplan und erledigt die jährliche Abrechnung der Hausgelder.

Die Hausverwaltung muss immer im Sinne der Wohnungseigentümergemeinschaft handeln. Besonders wichtig sind zum Beispiel auch die Auswahl von Versicherungen wie Feuerversicherung des gemeinschaftlichen Eigentums zum Neuwert sowie die angemessene Versicherung der Wohnungseigentümer gegen Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht. 

Die Aufgaben der Hausverwaltung werden in einem Verwaltervertrag zwischen beiden Vertragsparteien geregelt. Achten Sie als Gemeinschaft auf Regelungen bezüglich der Kündigungsfrist, damit die Eigentümergemeinschaft jederzeit einen Verwalterwechsel vornehmen kann, wenn Sie unzufrieden sind. 

Mit welchen Kosten muss die Eigentümergemeinschaft für den Verwalter rechnen?

Gesetzlich sind die Kosten für eine Hausverwaltung nicht geregelt. Es hat sich aber im Markt eine pauschale Grundvergütung für die WEG-Verwaltung zwischen 18 Euro und 30 Euro netto pro Einheit und Monat eingepegelt.

Der Verwalter für die Eigentümergemeinschaft übernimmt allerdings keinerlei Aufgaben, die mit der Vermietung zu tun haben. Er steht nur mit den Eigentümern in Kontakt. Für die Verwaltung des Sondereigentums gibt es spezialisierte Dienstleister, so wie Hausio, die den Immobilienbesitzern alle Aufgaben abnehmen, beginnend von der Mietersuche, bis Wohnungsübergabe und Nebenkostenabrechnung. Dabei sind die Sondereigentumsverwaltung-Kosten günstig und beginnen bereits bei 19 € pro Monat.

Was ist eine Wohneigentumsgemeinschaft? 

Die Wohneigentumsgemeinschaft ist „die Gesamtheit aller Wohnungseigentümer innerhalb einer Wohneigentumsanlage“. Wenn Sie also eine Wohnung kaufen, werden Sie automatisch Mitglied einer Eigentümergemeinschaft. Die Wohnungseigentümergemeinschaft gehört zur Rechtsform der Gesamthandsgemeinschaft.

Die Eigentümergemeinschaft und ihr Verwalter sind ein wichtiges Thema, denn beide Parteien müssen sich vertrauen und ein gutes Verhältnis haben. Schließlich ist der Verwalter für die ordnungsgemäße Verwaltung des Gemeinschaftseigentums verantwortlich und vertritt Ihre Interessen. Lassen Sie sich als Eigentümergemeinschaft also Zeit bei der Suche nach einer Hausverwaltung und legen Sie Aufgaben und weitere Details vertraglich fest, um Unstimmigkeiten zu vermeiden. Bei Problemen stehen wir Ihnen als Ihre Sondereigentumsverwaltung jederzeit zur Seite und übernehmen die Kommunikation mit der WEG-Verwaltung.

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